Nach dem Wandertag am Vortag war für Dienstag wieder etwas Sightseeing angesagt. Vom RV Park aus ging es zuerst in Richtung Whistler Olympic Park. Wie schon in Salt Lake City wollten wir auch hier noch etwas Olympialuft schnuppern. Leider war die komplette Sportstätte wegen eines anstehenden Events geschlossen und wir mussten unverrichteter Dinge zurückfahren. Die Strasse von- und zum Olympic Park bot war jedoch typisch BC like sehr schön.

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Ohne Olympia dafür mit viel Elan fuhren wir anschliessend nach Whistler. In einem der vielen Parking Lots direkt in Whistler konnten wir unseren Camper problemlos parkieren. Kurz darauf standen, oder besser gesagt sassen wir, auf dem Olympic Plaza.

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Wie so oft auf unserer Reise war es auch an diesem Tag strahlend blau und warm. Wir genossen die paar Stunden im Kern von Whistler und flanierten genüsslich umher. Das Thema Bär ist hier überall, wie z.B. auf diesem T-Shirt…:DIMG_2639

Gestern dann nahmen wir die rund 300km lange Strecke von Whistler nach Kamloops in Angriff. Die reine Fahrzeit von 4.5 Stunden wurde durch diverse Stops auf ingesamt etwas über 7 Stunden erweitert. Auf der Fahrt über die Berge fuhren wir an diversen Seen und Flüssen vorbei. Kurz nach Whistler in der nähe von Pemberton sahen wir am Strassenrand einen Schwarzbären, leider konnten wir diesen aufgrund unserer Geschwindigkeit nicht fotografieren.

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Kurz nach Pemberton stieg die Strasse steil an. Beim Joffrey Lake Provincial Park machten wir dann einen kurzen Halt und liefen zum Lower Lake. Die Aussicht war gigantisch, leider waren überall Mücken und andere Insekten.

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Trotz der teils grossen Höhe wurde es nie wirklich kühler. Im Gegenteil. Je näher wir in Richtung Lillooet kamen stiegen die Temperaturen auf über 30 Grad Celsius. Patrizia testete schon mal die Wassertemperatur, befand den See aber für zu kalt 🙂

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Kurz vor Kamloops machten wir dann nochmals einen Halt um die folgende Aussicht zu geniessen.

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Gemäss Beschilderung geht die Gefahr jetzt nicht mehr von den Bären aus, sondern von Klapperschlangen…

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Die restlichen Bilder der Fahrt zusammengefasst in der Galerie.

Nach einigen gemütlichen Tagen auf Vancouver Island entschlossen wir uns, die Insel in Richtung Vancouver zu verlassen. Diesmal nahmen wir die Fähre von Nanaimo nach Horseshoe Bay. Die Überfahrt dauerte 1 3/4 Stunden und war sehr angenehm. Auf dem Festland angekommen ging es direkt weiter nach Whistler. Dieser Ort ist vor allem bei Wintersportfans sehr beliebt. Nachdem wir unser Lebensmittel Vorrat im Supermarkt wieder aufgefüllt hatten ging es weiter zum Whistler RV Park. Hier checkten wir für 3 Nächte ein. Unser Stellplatz bot eine herrliche Aussicht über das Tal in Richtung Whistler.

Whistler

Am darauffolgenden Tag ging es ziemlich früh aus dem Bett. Unser Ziel des Tages lautete Whistler-Blackcomb Mountain. Per Seilbahn ging es zuerst auf den Whistler Mountain.

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Oben angekommen nahmen wir die Peak2Peak Bahn zum Blackcomb Mountain. Diese Bahn wurde im Jahr 2008 eröffnet und verbindet die beiden grössten Skigebiete der Region. Die Bahn hat eine Gesamtlänge von ca. 4,4km, wobei ca. 3km der Strecke „fliegend“, dass heisst ohne Masten, absolviert werden. Am höchsten Punkt der Strecke befindet man sich knapp 420 Meter über Boden…

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Die anschliessende Wanderung führte uns durch herrliches Alpengebirge mit sagenhaftem Panorama. Zu unserem erstaunen lag trotz warmen Temperaturen an diversen Stellen noch ziemlich viel Schnee 😉

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Zu unserem Schutz und Patrizia zu liebe, Sie hatte ziemlich schiss vor Bären, beliessen wir es bei einem Loop und fuhren zurück zum Whistler Mountain. Auf unserer Rückfahrt mit der Peak2Peak Bahn konnten wir weit unten im Tal dann tatsächlich noch einen Bären erspähen.

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Am Whister Mountain lag dann noch etwas mehr Schnee und die Strassen luden nicht gerade zum Wandern ein. Trotzdem machten wir uns auf den Weg in Richtung Harmony Express, welcher etwas unterhalb des Whistler Peak auf gut 2000M.ü.M liegt.

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Die restlichen Bilder des Wandertages wie immer zusammengefasst in der Galerie.

Seit unserer Kindheit sind wir beide fasziniert von Orcas. Dies hat nicht zuletzt mit den Free Willy Filmen zu tun, welche wir als Kinder beide zig mal geschaut haben 😉 Hier in Vancouver und Umgebung kann man an jeder Ecke sogenannte „Whale Watching“ Touren buchen. Wir beide entschieden uns für den Veranstalter Eagle Wing Tours mit Hauptsitz am Fisherman’s Wharf in Victoria. Wir hatten die Auswahl zwischen zwei verschiedenen Bootstypen , einem gemächlichen Cruiser oder einem Speedboat. Da wir die gemächlichen Cruiser bereits vom Schnorcheltrip auf Hawaii kennen und gerne etwas mehr fun wollten, entschieden wir uns für das Speedboat. Bevor wir jedoch auf das Boot konnten mussten wir uns zuerst entsprechend ankleiden. Trotz warmen äusseren Temperaturen empfahl man uns, Jacke und Hose zu nehmen und auf Design zu verzichten…;-)

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Das Boot fasst ca. 13 Personen inkl. Captain. Dieser legt dann auch gleich los und fuhr mit gut 80km/h in Richtung Norden. Captain Dale ist übrigens nicht nur Bootsführer sondern beteiligt sich auch an der Walforschung.

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Nach knapp 3/4h erreichten wir dann das Gebiet rund um Orcas Island. Anhand der unzähligen anderen Booten zu urteilen nach, musste es hier irgendwo Wale haben. Und da waren Sie auch…

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Eine ganze Gruppe Orcas schwamm entlang der Inselgruppe her. Einige Exemplare sind gemäss unserem Captain über 100 Jahre alt! Ebenfalls erklärte er uns, dass Orcas Ihr ganzes Leben lang nie schlafen, sondern von Zeit zu Zeit in eine Art „Meditation“ übergehen und so wieder Energie tanken.

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Nebst Orcas sahen wir auch noch zwei Weisskopfseeadler, welche gerade einen Lachs erbeutet hatten.

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Nachdem die Gruppe Orcas an uns vorbeigezogen war entschied sich Dale, etwas weiter nördlich zu fahren.  Hier hätten wir die Chance auf Humpback whales oder eben deutsch Buckelwale zu sehen. Die rasante Fahrt wurde dann auch belohnt und wir sahen ein grosses Weibchen direkt vor uns abtauchen.

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Kurze Zeit später tauchte Sie dann etwas weiter weg wieder auf und holte einige tiefe Luftzüge.

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Die anschliessende nach Hause Fahrt war dann ziemlich nass und kalt. Captain Dale liess es so richtig krachen und wir flogen förmlich über die Wellen. Übrigens, die beiden Herrschaften hinter uns gaben sich überhaupt keine Blösse und fuhren die ganze Heimfahrt über im T-Shirt…hatten jedoch am ganzen Körper Hühnerhaut.

Die restlichen Bilder des Whale Watching Tag wie immer zusammengefasst in der Galerie.

Am Montagmorgen pünktlich um 8.00Uhr holte uns ein Kleinbus mit Ziel Fraswerway RV Zentrale ab. Die Fahrt dorthin dauerte inklusive aufsammeln weiterer Personen ca. 1 Stunde. Dort angekommen wurde uns ein Instruktor zur Verfügung gestellt, welcher uns das Wohnmobil und alle Einzelheiten gründlich erklärte. Zu unserem Erstaunen sprach der Herr ziemlich gut Deutsch, was das ganze für uns „Camping-Anfänger“ etwas leichter machte. Die ersten paar Minuten in unserem neuen Zuhause waren sehr gewöhnungsbedürftig und fremd. Dieses Gefühlt legte sich jedoch schon bald und kurze Zeit später fühlten wir uns schon richtig wohl 😉

Unser Ziel für den ersten Tag lautete Vancouver Island. Den ersten Teil der Strecke in Richtung Tsawwassen mussten wir selbst fahren. Von Tsawwassen aus fährt anschliessend eine Fähre in Richtung Swartz Bay, Victoria. Zuerst jedoch mussten wir knappe 2 Stunden in der Line 32 (Oversize Vehicles) warten, bis wir auf die Fähre durften.

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Die Überfahrt selbst dauerte wiederum gute 2 Stunden und war Landschaftlich sehr schön.

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In Swartz Bay angekommen gingen wir erstmal einkaufen. Wasser, Brot, Teigwaren, Dosenfutter, usw. mussten anschliessend platzsparend und sinnvoll verstaut werden. Das ganze hatte dann auch etwas von Tetris spielen 😉 Unsere Fahrt führte uns schliesslich weiter bis nach Victoria. Hier am Westbay Marine RV Park machten wir unseren ersten Halt und verbrachten die darauffolgenden drei Nächte hier.

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Victoria konnten wir bequem zu Fuss oder mit dem Wassertaxi erreichen. Dieses führte uns für 5 Dollar pro Person zum Fishermans Wharf oder für 10 Dollar nach Downtown. Bei herrlichem Sonnenschein flanierten wir gemütlich entlang der Bucht und genossen den Tag. Als der Hunger einsetze stellten wir uns in die Warteschlange des Imibssstands „Red Fish Blue Fish“. Dieser bietet, so heisst es jedenfalls, die besten Fish & Chips in der Umgebung an. Unser Lachs jedenfalls war sensationell.

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Bevor es mit dem Wassertaxi zurück nach Westbay ging, gönnten wir uns eine Erfrischung Hafen.

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Die restlichen Bilder wie immer in der Galerie.

Vancouver

Der Flug hierher war alles andere als entspannend. Unsere Maschine der Westjet Airline startete um 22.45Uhr von Kahului aus und landete um ca. 07.00Uhr in Vancouver. Geschlafen haben wir so gut wie nichts! Zu unserem Pech sassen wir eine Reihe vor dem Notausgang und konnten unsere Rückenlehne nicht nach hinten bewegen. So begann, auf einem Sitz ohne wirkliche Polsterung dafür mit viel Beinfreiheit, eine Yogastunde der unfreiwilligen Art 😉

In Vancouver angekommen brauchten wir verständlicherweise als erstes einen Kaffe. Noch etwas steif in den Hüften und mit ziemlich kleinen Augen machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Mit dem SkyTrain geht dies ziemlich flott und kostengünstig. Die ausgehändigte Vancouver Map führte uns anschliessend zielsicher zu unserem Hotel. Ganz zu unserem Erstaunen durften wir bereits am Morgen früh einchecken und unser Zimmer beziehen. HALLELUJA! Nun war erstmal etwas schlafen angesagt!

Da unser Hotel sehr zentral und nur wenige Gehminuten von den Hotspots entfernt liegt, konnten wir auch am Nachmittag noch einiges von Vancouver sehen. So zum Beispiel den Canada Place, welcher direkt am Meer liegt.

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Hier legen immer wieder einige der grössten Kreuzfahrtschiffe der Welt an.

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Die restlichen zwei Tage erkundeten wir ganz Vancouver Downton zu Fuss oder mit dem Fahrrad. Auf der Granville Island gibt es einen grossen Markt und diverse Foodstände, welche zum schlemmen und verweilen einladen.

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Bei einem Aufenthalt in Vancouver darf ein Besuch im Stanley Park natürlich nicht fehlen. Dieser kann bequem zu Fuss oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Wir entschieden uns für das Fahrrad.

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Die Tage liessen wir jeweils bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen. Vom „Top of Vancouver“ Restaurant hat man nebst gutem Essen eine wunderbare Aussicht über ganz Vancouver.

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Die restlichen Bilder aus Vancouver wie immer in der Galerie.